DIY-PC-Markt gerät unter Druck
Speicherkrise bremst Selbstbauer aus

Steigende Preise für RAM und SSDs sorgen dafür, dass immer mehr PC-Enthusiasten geplante Upgrades verschieben.
Der Markt für selbst zusammengestellte PCs steht zunehmend unter Druck. Nachdem zunächst die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher stark angezogen hatten und inzwischen auch SSDs deutlich teurer geworden sind, macht sich die Speicherkrise immer stärker im DIY-Segment bemerkbar.
Vor allem PC-Enthusiasten, die ihren Rechner selbst zusammenstellen oder aufrüsten möchten, sehen sich mit deutlich höheren Gesamtkosten konfrontiert. Während Prozessoren und Mainboards zuletzt weitgehend preisstabil blieben, treiben die Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher und Massenspeicher die Kosten eines kompletten Systems spürbar nach oben.
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern führt diese Entwicklung bereits dazu, dass viele Verbraucher geplante Neuanschaffungen verschieben oder ihre Systeme zunächst weiter nutzen. Besonders preisbewusste Käufer warten auf eine mögliche Entspannung des Marktes, anstatt sofort in neue Hardware zu investieren.
Auch Händler bekommen die Entwicklung zunehmend zu spüren. Das Interesse an einzelnen Komponenten bleibt zwar hoch, die tatsächlichen Kaufabschlüsse gehen jedoch vielerorts zurück. Gerade Komplett-Upgrades werden seltener, da die gestiegenen Speicherpreise das Gesamtbudget vieler Käufer übersteigen.
Branchenexperten sehen die Ursachen weiterhin in der angespannten Situation auf dem Speichermarkt. Die hohe Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren und KI-Anwendungen bindet einen erheblichen Teil der Produktionskapazitäten, wodurch sich das Angebot für den klassischen Consumer-Markt verknappt. Gleichzeitig sorgen steigende NAND- und DRAM-Preise dafür, dass Hersteller und Händler ihre Verkaufspreise kontinuierlich anpassen müssen.
Der DIY-PC-Markt befindet sich aktuell in einer schwierigen Phase. Während die Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware grundsätzlich bestehen bleibt, sorgen die stark gestiegenen Preise für RAM und SSDs dafür, dass viele Selbstbauer ihre Kaufentscheidungen verschieben. Sollte sich die Lage auf dem Speichermarkt nicht entspannen, dürfte sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten weiter fortsetzen.