Auf der Gamescom wurde uns der neue Q-Trials-Modus für Star Trek: Voyager – Across the Unknown im Rahmen einer Präsentation gezeigt. Selbst spielen konnten wir den Modus während des Termins nicht. Die Entwickler führten uns jedoch durch die wichtigsten Mechaniken und zeigten, wie Q die bekannten Regeln der Reise durch den Delta-Quadranten verändert.
Die Q Trials erscheinen als kostenloses Update für Besitzer des Hauptspiels. Statt die bekannte Reise der U.S.S. Voyager einfach noch einmal unter denselben Bedingungen zu absolvieren, erwarten uns zufällige Ereignisse, wechselnde Routen und neue Herausforderungen. Gleichzeitig erhalten wir deutlich mehr Freiheiten bei der Zusammenstellung unserer Crew.
Durch diese Kombination sollen sich die einzelnen Durchläufe stärker voneinander unterscheiden. Auch ungewöhnliche Besatzungen sollen möglich sein. Wer möchte, kann beispielsweise versuchen, eine Crew ausschließlich aus Borg zusammenzustellen. Begleitet wird das Geschehen von Q, der erneut von John de Lancie gesprochen wird und unsere Entscheidungen entsprechend kommentieren soll.
Q stellt die bekannten Regeln auf den Kopf
In der Präsentation wurde schnell deutlich, dass die Q Trials stärker auf zufällige Situationen und strategische Entscheidungen setzen. Jeder Spieler kann dabei selbst zum Captain werden und bestimmen, wie das Schiff, die Besatzung und die verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden.
Als Kommandozentrale dient die bekannte Brücke der U.S.S. Voyager. Von dort aus stellen wir unsere Crew zusammen, treffen Entscheidungen und versuchen, die verschiedenen Herausforderungen eines Runs zu bewältigen.
Die Galaxie wird für jeden neuen Durchlauf zufällig generiert. Dadurch verändern sich nicht nur die möglichen Wege, sondern auch die Ereignisse und Schwierigkeiten, mit denen wir während unserer Reise konfrontiert werden. Wechselnde Routen und zufällige Herausforderungen sollen dafür sorgen, dass wir unsere Strategie immer wieder neu anpassen müssen.
Jeder Vorteil bringt auch einen Nachteil
Ein wichtiger Bestandteil der Q Trials sind die auswählbaren Buffs. Während eines Runs erhalten wir insgesamt dreimal die Möglichkeit, uns für eine neue Verbesserung zu entscheiden.
Diese Buffs gewähren allerdings nicht nur Vorteile. Jede Verbesserung bringt gleichzeitig einen negativen Effekt mit sich. Dadurch gibt es nicht zwangsläufig eine eindeutig richtige Wahl. Ein Bonus kann unsere aktuelle Strategie unterstützen, uns an anderer Stelle aber auch vor zusätzliche Probleme stellen.
Die Entscheidungen sollen deshalb immer vom bisherigen Verlauf und der Zusammensetzung der Crew abhängen. Ein besonders starker Buff kann auf den ersten Blick verlockend wirken. Sein negativer Effekt könnte jedoch dafür sorgen, dass er nicht zu unserem Schiff oder den gewählten Helden passt.
Damit greift der Modus eines der zentralen Merkmale klassischer Roguelike-Erfahrungen auf: Nicht jede Verbesserung macht einen Durchlauf automatisch leichter. Stattdessen müssen wir Vorteile und Risiken gegeneinander abwägen und mit den Folgen unserer Entscheidungen leben.
Helden mit individuellen Stärken und Schwächen
Auch die verfügbaren Helden besitzen eigene Boni, die mit negativen Auswirkungen verbunden sein können. Dadurch kommt der Zusammenstellung der Crew eine besondere Bedeutung zu.
Insgesamt stehen sechs Heldenplätze zur Verfügung. Welche Figuren wir mitnehmen, dürfte deshalb nicht nur von ihren individuellen Fähigkeiten abhängen. Ebenso wichtig ist, wie gut sich ihre positiven und negativen Eigenschaften gegenseitig ergänzen.
Die Besatzung wird nicht dauerhaft für alle Durchläufe übernommen. Bei einem neuen Run können uns andere Helden und Buffs zur Verfügung stehen. Auf diese Weise sollen wir immer wieder neue Kombinationen ausprobieren und auch mit Crew-Mitgliedern arbeiten, die wir unter normalen Umständen vielleicht nicht ausgewählt hätten.
Die größere Freiheit bei der Zusammenstellung der Besatzung gehört zu den zentralen Neuerungen der Q Trials. Selbst ungewöhnliche Crew-Kombinationen sind ausdrücklich vorgesehen und sollen jeden neuen Versuch zu einer eigenen Herausforderung machen.
Der technologische Fortschritt bleibt erhalten
Trotz der wechselnden Helden, Buffs und Herausforderungen beginnt nicht jeder Durchlauf vollständig bei null. Die freigeschaltete Technologie bleibt über die einzelnen Runs hinweg erhalten.
Damit entsteht eine Trennung zwischen dauerhaftem Fortschritt und den zufälligen Bedingungen eines Durchlaufs. Während wir unsere technologischen Möglichkeiten langfristig ausbauen, werden andere Elemente bei jedem Neustart neu zusammengestellt.
Das dürfte auch nach einem gescheiterten Versuch für ein Gefühl von Fortschritt sorgen. Selbst wenn wir einen Run nicht erfolgreich abschließen, können neue Technologien die Ausgangslage für den nächsten Versuch verbessern.
Die Schiffe lassen sich ebenfalls ausbauen. Durch zusätzliche Erweiterungen können wir unter anderem die mögliche Größe unserer Crew erhöhen. Damit wird der Schiffsausbau zu einem wichtigen Teil der strategischen Planung, denn mehr Platz eröffnet uns zusätzliche Möglichkeiten bei der Zusammenstellung der Besatzung.
Zehn Stufen durch eine zufällige Galaxie
Ein Durchlauf in den Q Trials erstreckt sich über insgesamt zehn Stufen. Die Galaxie wird dabei bei jedem neuen Versuch zufällig zusammengestellt.
Der Ausbau des Schiffes und die Reise durch die Galaxie bilden zwei unterschiedliche spielerische Ebenen. Während wir auf dem Schiff unsere Crew und die verfügbaren Systeme verwalten, müssen wir innerhalb der Galaxie Routen auswählen und auf wechselnde Ereignisse reagieren.
Gerade diese Verbindung könnte für zusätzliche Abwechslung sorgen. Entscheidungen beim Schiffsausbau wirken sich auf unsere Möglichkeiten während der Reise aus, während zufällige Ereignisse wiederum Änderungen an der ursprünglichen Planung erforderlich machen können.
Wie ausgewogen die zehn Stufen ausfallen und wie stark sich die einzelnen Galaxien tatsächlich voneinander unterscheiden, konnten wir während der Präsentation noch nicht selbst überprüfen. Das gezeigte System ist jedoch klar auf wiederholte Durchläufe und wechselnde Strategien ausgelegt.
Equinox macht das Überleben noch schwieriger
Neben den kostenlosen Q Trials wurde auch das kommende Equinox-DLC präsentiert. Es erweitert den neuen Modus um die U.S.S. Equinox als zusätzliches spielbares Schiff.
Die Equinox bringt außerdem drei neue rekrutierbare Helden mit: Captain Rudolph Ransom, Maxwell Burke und Noah Lessing. Zusätzlich soll eine eigene Questreihe exklusiv für die Equinox enthalten sein.
Im Vergleich zur U.S.S. Voyager ist die Equinox kleiner und bietet weniger Platz für Besatzung und Systeme. Hinzu kommen eine geringere Crewkapazität und weniger Warpleistung. Dadurch soll das Schiff eine deutlich anspruchsvollere Alternative für Spieler darstellen, die beim Ressourcen- und Crew-Management eine größere Herausforderung suchen.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen den beiden Inhalten: Die Q Trials werden als kostenloses Update für Besitzer des Hauptspiels veröffentlicht. Equinox ist dagegen ein separates, kostenpflichtiges DLC und außerdem Bestandteil des Expansion Pass.
Unser Eindruck von der Präsentation
Da wir die Q Trials während des Termins nicht selbst spielen konnten, lassen sich das tatsächliche Spielgefühl, die Balance der Buffs und der langfristige Wiederspielwert noch nicht abschließend beurteilen. Gleiches gilt für die Frage, wie unterschiedlich die zufällig generierten Galaxien in der Praxis ausfallen.
Das während der Präsentation gezeigte Konzept passt jedoch gut zur Figur Q. Zufällige Ereignisse, veränderte Regeln und Entscheidungen mit unerwarteten Konsequenzen verleihen dem bekannten Szenario einen neuen Rahmen.
Besonders interessant wirkt das Zusammenspiel aus wechselnden Helden, Buffs mit negativen Nebenwirkungen und dauerhaftem Technologiefortschritt. Da nicht alle Elemente nach einem Run erhalten bleiben, müssen wir uns immer wieder auf neue Bedingungen einstellen. Gleichzeitig sorgt die fortbestehende Technologie dafür, dass zwischen den Durchläufen ein langfristiger Fortschritt erkennbar bleibt.
Mit der U.S.S. Equinox kommt zusätzlich ein Schiff ins Spiel, das durch weniger Platz, eine kleinere Crew und geringere Warpleistung bewusst anspruchsvoller gestaltet wurde. Wer die Reise mit der Voyager bereits gemeistert hat und eine neue Herausforderung sucht, dürfte hier eine interessante Alternative finden.
Die Q Trials und das Equinox-DLC erscheinen am 1. Oktober 2026 für PC, Nintendo Switch 2, PlayStation 5 und Xbox Series X|S

