Gamescom: Dragon Ball Xenoverse 3 führt uns 200 Jahre in die Zukunft
West City, neue Gefährten und mehr als 100 Kämpferseelen: Der dritte Teil erweitert die Reihe um eine offene Spielwelt sowie neue Möglichkeiten, die Kräfte bekannter Dragon-Ball-Charaktere zu übernehmen.
Auf der Gamescom erhielten wir zunächst im Rahmen einer Präsentation einen Einblick in Dragon Ball Xenoverse 3. Anschließend durften wir den neuen Teil rund 15 Minuten selbst anspielen und uns einen ersten Eindruck von West City und den neuen Spielmechaniken verschaffen.
Die Geschichte führt uns nach AGE 1000 und damit rund 200 Jahre in die Zukunft. Erneut erstellen wir unseren eigenen Helden, schließen uns dem Great Saiya Squad an und erleben eine neue Geschichte innerhalb des Dragon-Ball-Universums.
Als zentraler Schauplatz dient West City. Dort begegnen wir bekannten Figuren wie Bulma und Gamma 1, treffen aber auch auf die neuen Charaktere Brett, Lilica, ROM und Tap.
West City wird zur erkundbaren Spielwelt
West City dient nicht mehr nur als Treffpunkt zwischen den Kämpfen. Während unserer Anspielsession konnten wir Teile der Stadt erkunden und direkt mit ihren Bewohnern interagieren.
Verschiedene NPCs verteilen Nebenmissionen direkt in der Spielwelt. Erfüllen wir ihre Aufgaben, erhalten wir Items als Belohnung. Dadurch lohnt es sich, die Umgebung genauer zu erkunden und mit den Bewohnern zu sprechen.
Auch andere Spieler können uns in West City begegnen. Die Stadt übernimmt damit gleichzeitig die Funktion eines gemeinsamen Online-Treffpunkts, an dem wir die selbst erstellten Charaktere anderer Spieler sehen können.

Quelle: © 2026 Bandai Namco Press Kit
Unsere 15 Minuten reichten zwar nicht aus, um den gesamten Umfang der Stadt zu beurteilen, doch West City wirkte stärker in das eigentliche Spielgeschehen eingebunden als die zentralen Bereiche der Vorgänger.
Mystik Pics und neue Freundschaften
Eine weitere neue Mechanik sind die sogenannten Mystik Pics. Diese besonderen Wesen können beschworen werden und erscheinen anschließend direkt in der Spielwelt.
Dort können wir mit ihnen interagieren und nach und nach die Freundschaft erhöhen. Mit wachsender Beziehung erhalten wir zusätzliche Aufgaben. Damit ergänzen die Mystik Pics die Welt um ein weiteres Fortschrittssystem, das nicht ausschließlich auf Kämpfen basiert.
Welche Belohnungen mit den Freundschaftsstufen verbunden sind und wie umfangreich die einzelnen Aufgaben ausfallen, konnten wir während unserer kurzen Anspielsession noch nicht vollständig herausfinden.
Mehr als 100 Kämpferseelen
Im Mittelpunkt der neuen Charakterentwicklung stehen die Seelen bekannter Dragon-Ball-Kämpfer. Mehr als 100 unterschiedliche Seelen sollen im fertigen Spiel gesammelt werden können.
Mit ihnen schalten wir neue Fähigkeiten frei und passen unseren selbst erstellten Helden weiter an. Die Seelen bringen jedoch nicht ausschließlich Vorteile mit sich. Neben ihren Buffs können sie auch negative Effekte verursachen.
Dadurch müssen wir abwägen, welche Seele tatsächlich zu unserem Kampfstil passt. Eine starke Verbesserung kann gleichzeitig einen Debuff mit sich bringen, der unseren Charakter in einem anderen Bereich schwächt.
Diese Verbindung aus Vorteilen und Nachteilen könnte zahlreiche unterschiedliche Builds ermöglichen und verhindern, dass automatisch nur die vermeintlich stärkste Seele verwendet wird.
Soul Assist und Soul Switch
Das Seelensystem setzt sich aus unterschiedlichen Mechaniken zusammen. Über Soul Assist führen wir einen mächtigen Angriff gemeinsam mit einem bekannten Kämpfer aus.
Noch interessanter wirkt Soul Switch. Damit können wir vorübergehend die Kraft und Gestalt eines bekannten Dragon-Ball-Charakters übernehmen. Unser eigener Held ahmt dabei dessen Bewegungen und Attacken nach.
So können wir beispielsweise zu Freezer oder Broly werden und ihren jeweiligen Kampfstil verwenden. Der selbst erstellte Charakter bleibt zwar der Mittelpunkt des Spiels, kann im Kampf aber zeitweise auf die Fähigkeiten legendärer Krieger zurückgreifen.
Quelle: © 2026 Bandai Namco Press Kit
Während unserer Anspielsession hinterließ diese Mechanik einen besonders interessanten Eindruck. Die unterschiedlichen Seelen verändern nicht nur einzelne Werte, sondern können sich unmittelbar darauf auswirken, wie sich unser Charakter im Kampf bewegt und welche Attacken ihm zur Verfügung stehen.
Kleidung mit Set-Boni
Auch die Kleidung erhält eine größere spielerische Bedeutung. Tragen wir mehrere zusammengehörige Teile, werden zusätzliche Set-Boni aktiviert.
Gemeinsam mit den Buffs und Debuffs der Kämpferseelen entsteht dadurch ein umfangreicheres Build-System. Wir können unsere Ausrüstung und die verwendete Seele aufeinander abstimmen und den eigenen Helden stärker auf einen bestimmten Kampfstil ausrichten.
Damit müssen wir möglicherweise zwischen unserem bevorzugten Aussehen und einer spielerisch besonders wirkungsvollen Kombination abwägen.
Das Kampfsystem bleibt vertraut
Das grundsätzliche Kampfsystem orientiert sich weiterhin an den Vorgängern. Wir fliegen über die Schlachtfelder, bewegen uns mit hoher Geschwindigkeit auf unsere Gegner zu und kombinieren Nahkampfangriffe mit mächtigen Ki-Attacken.
Während unserer 15-minütigen Anspielsession fühlten sich die Kämpfe schnell vertraut an. Wer bereits einen der Vorgänger gespielt hat, dürfte sich deshalb rasch zurechtfinden.
Die größten Neuerungen liegen weniger in einem vollständig veränderten Kampfsystem als in den zusätzlichen Möglichkeiten rund um die Kämpferseelen, Soul Assist und Soul Switch.
Unser Eindruck nach 15 Minuten
Nach der Präsentation konnten wir Dragon Ball Xenoverse 3 rund 15 Minuten selbst ausprobieren. Die kurze Spielzeit reichte natürlich nicht aus, um den Umfang von West City, die Qualität der Nebenmissionen oder die Balance der mehr als 100 Kämpferseelen abschließend zu beurteilen.
Einen positiven ersten Eindruck konnten wir dennoch gewinnen. West City wirkt stärker wie eine tatsächliche Spielwelt und weniger wie ein reiner Treffpunkt. NPCs verteilen ihre Aufgaben direkt in der Umgebung, andere Spieler können online getroffen und mit den Mystik Pics zusätzliche Freundschaften aufgebaut werden.
Das größte Potenzial sehen wir im neuen Seelensystem. Die Möglichkeit, Fähigkeiten bekannter Kämpfer freizuschalten und über Soul Switch sogar deren Gestalt und Kampfstil zu übernehmen, könnte für deutlich mehr Abwechslung bei der Entwicklung des eigenen Helden sorgen.
Auch die neuen Charaktere Brett, Lilica, ROM und Tap machen neugierig auf die Geschichte von AGE 1000. Gemeinsam mit Bulma und Gamma 1 führen sie uns in eine neue Ära, die bekannte Dragon-Ball-Elemente mit einer bislang unbekannten Zukunft verbindet.
Nach unseren ersten 15 Minuten macht Dragon Ball Xenoverse 3 den Eindruck, die bewährten Grundlagen der Reihe sinnvoll zu erweitern. Ob West City langfristig genügend Abwechslung bietet und die vielen Kämpferseelen ausgewogen sind, muss die fertige Version noch zeigen.
Dragon Ball Xenoverse 3 erscheint 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.



